Heilpraktikerin Lydia Braun

Das Feuerelement

Die Bezeichnung verrät schon, dass es hier um Wärme, aber auch um Hitze geht: Das Klima, welches dem Element zugeordnet ist, ist daher klar die Hitze. Entsprechend ist die Himmelsrichtung der Süden, die Jahreszeit ist der Sommer, und von der Tageszeit her wird die Mittagszeit dem Feuer zugeordnet.

Wir benötigen die Wärme, das Feuer in unserem Körper, denn ohne Wärme bleibt das Wasser kalt und es kann nichts fließen. Stellen sie sich gefrorenes Wasser oder Eiswürfel vor: Dort ist kein Fluss. Dagegen verursacht kochendes Wasser, also zuviel Hitze im System, ein Aufbrodeln, das ebenso wie zu wenig Wärme zu Pathologien im Körper führt.

Heilpraktikerin für chinesische Medizin (TCM) Lydia Braun (nahe bei Würzburg) sagt: Der Mensch braucht das Feuer in seinem Körper.

Wir benötigen die Wärme, das Feuer in unserem Körper, denn ohne Wärme bleibt das Wasser kalt und es kann nichts fließen.

Wer lodert, dem Feuer ähnlich, gerne auf? Es sind die Kinder aus dem Holzelement, die nach ihrem enormen Wachstum nun in der Pubertät angekommen sind. Kichern und Gackern sind prägnante Stilelemente der noch ganz jungen Menschen, die ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Ähnlich dem Feuer suchen sie die Herausforderungen und sprühen häufig mit Leidenschaft für Dinge über, die sie gerade beschäftigen.

Das soziale Miteinander, der Kontakt mit der Außenwelt, aber auch der Kontakt zum inneren Wesen, die Kommunikation weithin ist es, mit dem wir uns im Feuerelement beschäftigen. Mit Freude das Mittagsmahl einzunehmen, im Sommer die Nachbarn oder Freunde zum Grillen einzuladen, ausgelassen sein zu dürfen, verrät, welche Emotionen und soziale Komponenten im Feuer stecken. Die erste flammende Liebe und Leidenschaft gibt Kund, dass die Organe Herz und Dünndarm hier ihre Behausung haben.

Das Feuerelement besitzt eine Sonderstellung, da neben den Organen Herz und Dünndarm das Pericard (Herzhülle) und der Dreifacherwärmer im Feuer ihr Zuhause haben:

Das Pericard, der loyale, freundliche Hund, der Freunde schwanzwedelnd begrüßt, hat seine maximale Zeit in den Abendstunden. Auch hier geht es um Geselligkeit; es ist aber, im Gegensatz zum Herzen der Freude, mehr die Zeit des Miteinanders, der Geborgenheit, die gemeinsamen Stunden am Abend, der Erfahrungsaustausch. Es geht darum, den Tag zu beschließen, um in die nächtliche Ruhe gehen zu können.

Naturheilpraxis mit Herz für chinesische Medizin (TCM) in der Nähe von Würzburg und Kitzingen

Heilpraktikerin Lydia Braun erklärt: Im Sinne der chinesischen Medizin (TCM) leistet und bedeutet das Herz viel mehr als nur die bloße Pumpleistung.

Das warme sprühende Herz hilft uns, Dinge, die wir durch Erfühlen erfahren haben, auch in Erinnerung zu behalten, sei es der Lernstoff in der Schule, sei es der Lernstoff des Lebens. Die nachlassende Kraft des Feuers bestimmt u.a., wie wir im fortgeschritten Lebensalter agieren können.

Schulmedizinisch ist das Organ Herz das Organ, das niemals ruht und seine Hauptaufgabe in der Pumpleistung findet, um das Blut in den Gefäßen zirkulieren zu lassen. Im Sinne der chinesischen Medizin (TCM) leistet und bedeutet das Herz dagegen viel mehr als nur die bloße Pumpleistung:

Das Herz ist unser Speicherorgan und Herrscherorgan. Es residiert in der großen goldenen Kammer. Auch, wenn es unser Herrscherorgan ist, so ist es ebenfalls unser ausführendes Organ. In bedingungsloser Liebe führt es das aus, was zu tun oder zu unterlassen ist. Der Herrscher ist ein nichts, wenn er keine getreuen Untertanen hat.

Der Dünndarm (das Hohlorgan) ist ebenfalls dem Feuerelement zugeordnet. Er ist unser Sekretär, der vor der goldenen Kammer seinen Platz hat. Seine Funktion ist, zu entscheiden, wer in die goldene Kammer zum Herrscher eintreten darf, und wer nicht. Verständlich wird dies, wenn wir die organische Funktion des Dünndarms betrachten:

Vom Magen gelangen die aufgenommen Nahrungsmittel vorformatiert in den Dünndarm, dessen Aufgabe darin besteht, zwischen trüb und klar zu trennen. Er nimmt die körperwichtigen Substanzen (Vitamine, Mineralstoffe, etc.) ins Blut auf und leitet die Stoffe, die wir nicht benötigen (die trüben Stoffe) zu Blase und Dickdarm weiter, damit sie ausgeschieden werden können.

Übertragen auf die sozialen, emotionalen, geistigen Aspekte heißt das, jegliche Informationen, die wir aufnehmen, sind zu verdauen. Ein gut funktionierender Dünndarm hilft uns, aus den aufgenommenen Dingen die wichtigen Informationen für unseren Lebenslernprozess aufzunehmen und Dinge, die nicht wichtig sind, ausscheiden zu können, damit das Herz in Klarheit und Reinheit regieren kann.

Dies soll in folgenden Beispielen verdeutlicht werden:

 

Kinder, deren Eltern in einer Trennungsphase sind:

Kinder lieben naturgemäß beide Elternteile. Für sie ist es ein harter Nahrungsbrocken, den es zu verdauen gilt, wenn Eltern sich trennen. Wenn dieser Brocken von den Eltern kindgerecht dargereicht wird, kann das Kind es verdauen und sein Herz, das ausführende Organ, gerät nicht in Gefahr, in lodernden Flammen zu verbrennen oder in einer Glut zu ersticken.

 

Abiturprüfung:

Um bsp. im Fach Biologie eine gute Prüfung ableisten zu können, benötigen wir mannigfaltige Informationen, die wir über den Magen aufnehmen. Der Dünndarm verdaut diese Informationen. Er verknüpft die Gedankengänge, erkennt, welche Informationen er dazu benötigt, lässt Überflüssiges los und bildet somit die Essenz des nun gewonnenen Wissens und leitet es an das Herz weiter.

Das Herz sitzt in der Prüfung. Je besser alle Untertanen am Erlangen des Wissens gearbeitet haben, desto besser kann das Herz das Wissen niederschreiben und ein gutes Ergebnis erzielen.

Durch dieses Beispiel mag auch deutlich hervorgehen, wie maßgeblich wichtig das Herz für das Erinnerungsvermögen ist!

 

Die Interaktion der Elemente sei wiederum am Beispiel des Ernährungszyklus skizziert:

So, wie wir bereits beim Holzelement sagten, dass durch gesundes Holz (Mutter) ein gesundes Feuer ( Kind) entsteht, so entsteht durch gesundes Feuer (nun ist es die Mutter) die Erde (Kind).

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